Schützengesellschaft Bad Kohlgrub

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Chronik

Chronik

Schützengesellschaft
     BAD KOHLGRUB
       gegr. 1889 e.V.


    Schützengesellschaft Bad Kohlgrub


Die Schützengesellschaft ist ein eingetragener Verein, wurde 1889 gegründet, und umfast z.Zt. 197 Mitglieder.
Seit 1976 hat die Gesellschaft in den gemeindl. Kuranlagen in 82433 Bad Kohlgrub, Hauptstr., ihr "Schützenstüberl". Der überwiegend mit Holz ausgebaute Gastraum bietet Platz für ca. 70 Personen und ist durch herausnehmbare große Scheiben vom Schießraum getrennt. Der Schießraum (10-m-Stände) ist mit zwölf elektr. Ständen ausgestattet und ist für Luftgewehr und Zimmerstutzen zugelassen. Außerdem verfügt das Schützenstüberl über eine eigene Schanktheke und eine kleine Küche. Ein weiterer kleiner Raum steht für die Scheiben-Auswertung zur Verfügung.
Seit 1994 ist der 1. Schützenmeister Rudi Schedler jun. und der 2. Schützenmeister Hermann Nießner. Die Gesellschaft hat z.Zt. 4 Ehrenmitglieder.
In der gleichen Räumlichkeit hat auch die 1985 wiedergegründete Gebirgsschützen- kompanie Kohlgrub ihr "Zuhause".


    Kurzer Überblick über die Vereinsgeschichte mit wichtigen Ereignissen:

1889: Gründung der "Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Kohlgrub". Es wurden 2.-- DM Jahresbeitrag und 2.-- DM Aufnahmegebühr festgelegt. Der Ausschuß bestand aus 7 Personen, mit dem 1. Schützenmeister Josef Lieb.
Der damalige Schießstand befand sich im Ortsteil "Bad", im Bereich des heutigen Kurhauses, Dr. Lauter.
1900: Erstes Preisschießen mit insgesamt 48 Schützen, mit Teilnehmern bis aus dem Bereich Kempten.
1905: Das Schießlokal wurde in den Ort, in den Gastraum der ehem. Gaststätte "Heringer/ Schwarzer Adler", Hauptstr. 17, verlegt.
1911: Gründung einer "Jungschützen-Zimmerstutzengesellschaft", bestehend aus 24 Mitgliedern. Bemerkenswert ist, dass bei dieser Neugrünung auch Schützen der bestehenden Zimmerstutzengesellschaft teilnahmen. Außerdem wurden auch jährl. Neuwahlen festgelegt. Ferner, "wer mit dem Beitrag länger als 1 Jahr im Rückstand war, schloß sich selbst aus".
1. Schützenmeister war Ignaz Geiger, der bereits 1908 kurzfristig Schützenmeister bei der anderen Gemeinschaft war.
1911: Die "Altschützen" bestanden aus 20 aktiven Mitgliedern.
Baltasar Demmel, welcher mit drei Kreuzen unterschrieb, wurde als 8. Mitglied in den   Ausschuß berufen.
1912: Ab dieser Generalversammlung wurde jährl. per "zirkular" (gg. Unterschrift) zur Generalversammlung eingeladen.
Ein Vereinsstutzen wurde zum Preis v. DM 20.-- angeschafft, welcher in zwei Jahresraten zu zahlen war.
1913: Nachdem es nunmehr zwei Schießgemeinschaften gab, nahm die Beteiligung erheblich ab. Es wurde in Erwägung gezogen, den Schießbetrieb einzustellen, bzw. die Gesellschaften ganz aufzulösen. Es wurde u.a. festgelegt, dass 5 Pf. für unentschuldigtes Fernbleiben vom Schießen als "Strafe" zu entrichten sei.
1914: Das erste "Königsbartl" wurde durchgeführt. Heute noch wird diese Wertung beim trad. Sauschießen angewandt.
(Königsbartl: Drei Schuß werden zusammengezählt, dann einer abgezogen. Das Ergebnis wird mit dem nächsten Schuß multipliziert und schließlich durch den sechsten Schuß geteilt.)
Der Ankauf einer Teilermeßmaschine wird beschlossen (DM 35.--), welche in zwei Raten bezahlt wurde.
Bis 1919: Wegen des Krieges ruhte das Gesellschaftsleben völlig. Mehrere Schützen waren gefallen. Am 08.11.19 wurde der Schießbetrieb wieder aufgenommen.
1922: Beide Schützengemeinschaften schlossen sich wieder zusammen. Es wurde der Name "Schützengesellschaft Kohlgrub gegr. 1889 e.V." festgelegt. Als Bedingungen wurde festgelegt, den Schießtag auf Samstag und das Schießlokal in den Gasthof "Zur Post", St.-Martin-Str. 2, zu verlegen ist. Als 1. Schützenmeister wurde Georg Freißl gewählt.
1925: Es wurde das 1. Faschingsschießen veranstaltet. Weiter wurde beschlossen eine Standarte anzuschaffen.
    1927: Auf dem neuen Feuerschützenstand "Am Erle" wird mit Feuerstutzen geschossen.
    1928: Aus Anlaß des 30jähr. Bestehens wurde das 3. Gauschießen durchgeführt.
1929: Fahnenweihe mit dem Patenverein der SG Edelweiß Garmisch. Das abgebildete Festabzeichen wurde für 50 Pf. verkauft. Nach Abrechnung der Veranstaltung ergab sich ein Minus von 28 Pf.
    1930: Kassenbestand 1098.93 DM. Geld größtenteils bei der Volksbank angelegt.
1935: Der 1. Schützenmeister Georg Freißl und sein Vertreter, Ludwig Lengdobler, haben von Seiten der Reichssportführung "keine Bestätigung gefunden", wodurch eine Neuwahl notwendig wurde - Josef Mayr wurde 1. Schützenmeister und Ludwig Lengdobler 2. Schützenmeister. Beide nahmen die Wahl im Interesse u. zum Wohl der Gesellschaft an. Die Schützen erklären sich mit der Vereinbarung einverstanden, im Sommer mit der "SA" ein Kleinkaliberschießen abzuhalten.
1936: Die Generalversammlung wurde mit "Heil Hitler und Sieg heil" begonnen. Als "Vereinsführer" wurde Josef Mayr, nach 1935, wieder gewählt.
In den Jahren vorher hatten die Gesellschaftsvorstände, mit wenigen Ausnahmen, fast jährl. gewechselt.
1939: Aus Anlaß des 50jähr. Jubiläums wurde ein Gauschießen durchgeführt, bei dem Ludwig Lengdobler Gauschützenkönig wurde. Eine Vielzahl der Mitglieder wurde "eingezogen". An die "kämpfenden Schützenkameraden" wurde, auch in den folgenden Jahren, Weihnachtspakete gesandt.
    1943-51: Kein Schieß- bzw. Gesellschaftsbetrieb.
1951: Ludwig Lengdobler übergab beim Gauschießen in Garmisch die von ihm, während des Krieges, verwahrte Gauschützenkette.
    1953: Der Feuerschützenstand "Am Erle" wurde an Fr. Schuler verkauft (DM 300.--).
    1955: Die Gesellschaft übernahm die Patenschaft bei der Fahnenweihe der SG Altenau.
1964: Aus Anlaß des 75jähr. Bestehens wird beim Faschings- u. Königsschießen ein  Jubiläumsschießen durchgeführt.
    Erstmals wird die sog. Zehnerserie eingeführt.
1967: Rundenwettkämpfe werden im Schützengau Werdenfels eingeführt.
Ein Reporterschießen anlässl. der Ausscheidungskämpfe zur Winter-Olympiade der Dt. Alpinen Nationalmannschaft wird veranstaltet.

1968: Die Gesellschaftsfahne wird in Schlehdorf restauriert.
1970: Josef Mayr tritt als gesundheitl. Gründen als 1. Schützenmeister zurück. Für ihn wird Rudi Schedler gewählt.
1971: Zum Faschings- u. Königsschießen wird der Turnraum der Grundschule als zusätzl. Schießraum (4 Stände) genutzt. Erstmals werden 4 Vereinsmeisterklassen eingeführt.
Mit der Schützengilde Lauenau (kl. Ort etwas südl. von Hannover) wird eine "Schützenfreundschaft" geschlossen. Nach hartnäckigen Bestrebungen des 1. Schützenmeisters erhält die Gesellschaft vom Gemeinderat den mündl. Zuspruch im geplanten Neubau des Kurzentrums eine entsprechende Räumlichkeit selbst auszubauen.
1974: Eine Jugendschützenkette wird angeschafft. Herbert Albrecht kommt als erster Jungschütze bis zur Dt. Meisterschaft. Der Gemeinderat beschließt, die Räumlichkeit im geplanten Kurparkrestaurant-Neubau der Schützengesellschaft zur Verfügung zu stellen.
1975-76: Die von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Räumlichkeit wird ausgebaut: 45 freiwillige Helfer haben in ca. 3000 Std. Schwerstarbeit den Ausbau durchgeführt. Es wurden hierbei ca. 40 cbm Bauholz verarbeitet, außerdem erbrachte eine Spendenaktion von 82 Spendern insgesamt DM 6500.--. Bei der Einweihungsfeier, bei der Pfarrer Meulemann den kirchl. Segen gab, sprach der damalige Bürgermeister, Hans Reiner, "vom Los des Jahrhunderts" für die Schützen.
    1976: Das Bad Kohlgruber Vereineschießen wird ins Leben gerufen.
1978: Aus Anlaß des Ausbaues der Schützenstube wird ein "offenes" Eröffnungsschießen (430 Teiln.) durchgeführt. Desweiteren wird das Schießen für Kurgäste ins Leben gerufen.
1979: Aus Anlaß des 90jähr. Jubiläums wird ein Gauschießen, mit 460 Teilnehmern, veranstaltet.
    1982: Ankauf einer elektr. Teilermeßmaschine
1985: Die kommissarische Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie wird nach unermüdl., zweijähr. Bestrebungen des 1. Schützenmeisters, vollzogen. Die Gebirgsschützenkompanie besteht aus Mitgliedern der Schützengesellschaft und ist durch eine eigene Satzung von dieser getrennt.
Helmut Freund stiftet die die neue Gebirgsschützenfahne.
1994: Nach 25jähr. "Amtszeit" tritt Rudi Schedler sen. vom Amt des 1. Schützenmeisters zurück. Neu gewählt wurde Rudi Schedler jun.
Rudi Schedler sen. wird zum Ehren-Schützenmeister ernannt.
Franz Pauli, der 26 Jahre Schatzmeister der Gesellschaft war, wird zum Ehren-Schatzmeister ernannt.
    1995: Jubiläumsschießen "20 Jahre Schützenstube".
Aufgrund des vom BSSB verfügten Pilotprojektes, welches die Aufnahme von 8jähr. Kindern erlaubte, werden 17 Kinder/Buben aufgenommen. Wie sich später herausstellte eine äußerst "fruchtbare" Entscheidung.
Juni 1995: Das 1. öffentl. Grillfest der Schützengemeinschaften, auf dem Parkpl. beim Hintereingang der Schützenstube, wird ins Leben gerufen.
Aug. 1997: Aufgrund Anordnung LRA Ga.-Pa. werden die Abstände zwischen den   einzelnen Schießständen auf 90 cm erhöht (teilweise nur um wenige Zentimeter versetzt).
Jan. 1998: Der "Schützen-Gönner" Helmut Freund stirbt.
Okt 1999: 500 DM (pro Gemeinschaft) werden für die Hochwasser-Geschädigten des Jahrhunderthochwassers in Eschenlohe gespendet.
Sept. 2000: Als erste Frauen werden die Zwillinge Daniela u. Kathrin Dörr, mit einstimmigen Beschluss, aufgenommen.
Okt. 2002: Beim Vortlschießen werden 4 Sen.-Klassen eingeführt (darunter eine "Sen.-
Aufgelegt-Kl.). Es gibt somit insgesamt 11 Klassen.
Erstmals wird mit Zehntel-Ringwertung ausgewertet.
Okt. 2003: Beim Vereineschießen wird erstmals aufgelegt geschossen und Ringe mit Zehntelwertung ausgewertet.
Okt. 2007: 13 neuste Press-Luftgewehre und 5 Jugend-Press-Luftgewehre werden gekauft - Feinwerk Gewehre (7500 Euro pro Gemeinschaft).
Okt 2009: Klassen werden neu festgelegt, jetzt 3 Sen.-Klassen (darunter eine "Sen.-Aufgelegt-Klasse). Damit wieder insgesamt 10 Klassen.
2010: Aufgrund des neuen Waffengesetzes müssen neue Tür- und Fenstersicherungen eingebaut werden. Ebenso werden zwei gr. Waffentresore (für Zimmerstutzen, KK und Karabiner) angeschafft. Gesamtkosten ca. 1200 Euro pro Gemeinschaft.
Die vom verstorbenen Ehrenmitglied Hans Höckenrainer 1976 bemalte Wand hinter den Kugelfängen wird von Peter Dichtl sen. neu gestaltet.  
2010/2011: Den Pokal "Jahres-Best-Blatt" Vortlschießen gewinnt Josef Sanktjohanser mit einem 0,5 Teiler (aufgelegt geschossen).
Juli 2011: Standumbauten werden durchgeführt. Neue Seilzuganlagen werden installiert, ebenso neue Scheibenbeleuchtungen. Auch die Abdeckungen vor den Ständen werden verlängert und neu mit Teppich belegt. Insgesamt werden dabei fast 200 Arbeitsstunden geleistet (unentgeltlich).

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